Digitale Transformation

Autonomes Fahren – die Zukunft der Mobilität

Um das Jahr 2030 herum werden die ersten autonomen Fahrzeuge serienreif sein. Davon gehen Autohersteller und IT-Unternehmen aus. Doch bis dahin ist es noch ein weiter Weg. Entwickler müssen die letzten technischen Hürden überwinden und Politiker die rechtlichen Voraussetzungen für das autonome Fahren schaffen. Mario Sela, Referent für Digital Mobility beim Bitkom e.V., beschreibt den Weg in die automobile Zukunft.

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Die 5 Stufen der Automatisierung

Schon heute sind in modernen Fahrzeugen Systeme wie Tempomat, Abstandsregelung oder Einparkhilfen im Einsatz, die den Fahrer im Verkehr unterstützen. Die Entwicklung zum komplett fahrerlosen Auto erfolgt in fünf Stufen: von unterstützt über teilautomatisiert, hochautomatisiert und autonom bis zu fahrerlos. Bei jedem Schritt gibt der Fahrer mehr Kontrolle an das Auto ab. Doch bis es so weit ist, heißt es Testen, Testen, Testen. Nur so können die installierten IT-Systeme lernen, in komplexen Verkehrssituationen die richtigen Aktionen durchzuführen. 

Sicherer und umweltfreundlicher

Autonome Fahrzeuge haben zahlreiche Vorteile. Sie machen den Verkehr sicherer, weil sie schneller auf Gefahren reagieren als der Mensch und weil sie keine unnötigen Risiken eingehen. Darüber hinaus entlasten autonome Fahrzeuge die Umwelt, weil sie immer sparsam fahren. Steigt ihre Verbreitung auf den Straßen, tragen sie dazu bei, Staus und Unfälle zu vermeiden. Das verbessert den Verkehrsfluss und senkt die Kosten, die der stockende Verkehr verursacht.

Eine zentrale Rolle spielen Daten bei der Automatisierung des Verkehrs: Die Fahrzeuge benötigen Standort- und Positionsdaten, Wetterdaten, Verkehrsdaten oder Routendaten, um sicher ans Ziel zu finden. Klar ist, dass der Datenschutz der Verkehrsteilnehmer gewährleistet sein muss. Sie müssen in die Verarbeitung ihrer personenbezogenen Daten einwilligen.

Wer liegt bei der Entwicklung vorne?

Neben den traditionellen Autoherstellern treiben neue Wettbewerber die Entwicklung autonomer Fahrzeuge voran. Wer das Rennen machen wird, scheint derzeit offen. Laut einer repräsentativen Bitkom-Umfrage sehen 40 Prozent der Deutschen die klassischen Autohersteller wie BMW, Ford oder Toyota an der Spitze. Aber 33 Prozent sind der Ansicht, dass neue Fahrzeugproduzenten wie das US-Unternehmen Tesla vorne liegen. Immerhin 12 Prozent meinen, dass IT- bzw. Internetunternehmen wie Google oder Apple den Wettbewerb gewinnen.

Bundesbürger offen für neue Mobilitätskonzepte

Die Bundesbürger sind laut den Ergebnissen der Umfrage offen für die Mobilitätskonzepte der Zukunft. Schon heute verbreiten sich Car Sharing Angebote, Taxi- und Navi-Apps. Und 61 Prozent der Befragten würden sich kein eigenes Auto mehr kaufen, wenn es flächendeckend möglich ist, innerhalb kürzester Zeit ein selbstfahrendes Fahrzeug zu rufen. Heute ist der Mehrheit noch wichtiger, ein eigenes Auto zu besitzen.

Prognose

Bitkom Research

Ansprechpartner

 

Vincent Bergner

Customer Relationship Manager

v.bergner@bitkom-service.de

T: 030.27576-539

I think we will see autonomy and artificial intelligence advance tremendously. My guess is that in probably 10 years it will be very unusual for cars to be built that are not fully autonomous.

Tesla-Gründer Elon Musk beim World Government Forum, Februar 2017

Sicherheit:

75%

der Bundesbürger sind der Meinung, dass die Fahrzeughersteller in selbstfahrende Autos serienmäßig eine Blackbox einbauen sollte

Quelle: Bitkom

Umwelt:

48%

der Deutschen meinen, die Innenstädte sollten dank moderner Mobilitätskonzepte wie Carsharing oder selbstfahrenden Bussen grunds

Quelle: Bitkom