Projektmanagement

Agile Projektarbeit mit Scrum

Agile Methoden des Projektmanagements wie Scrum können wichtige Vorhaben in Unternehmen enorm beschleunigen: die Entwicklung eines neuen Produkts, den Aufbau einer Website oder die Durchführung einer Werbekampagne. Der Berater und Coach Alexander Keller erklärt, wie Scrum funktioniert und was Unternehmen beim Einsatz der Methode beachten sollten.

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Methode aus der Software-Entwicklung

Geschwindigkeit ist in einer globalen und digitalen Wirtschaftswelt ein kritischer Erfolgsfaktor. Unternehmen wollen möglichst schnell auf die Bedürfnisse ihrer Kunden reagieren und neue oder verbesserte Produkte auf den Markt bringen, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Eine Möglichkeit, die internen Prozesse zu beschleunigen und gleichzeitig eine hohe Qualität zu realisieren, ist ein agiles Projektmanagement. Scrum stammt ursprünglich aus der Software-Programmierung und beruht auf der Erfahrung, dass große Entwicklungsprojekte zu komplex sind, um sie von Anfang bis Ende durchzuplanen. Im Verlauf größerer Projekte verändern sich die Anforderungen in der Regel mehrfach oder es treten unvorhersehbare Herausforderungen auf. Der Ansatz von Scrum beruht auf der Idee, in kurzen Zyklen Teilergebnisse zu erarbeiten, die schrittweise weiterentwickelt werden (iteratives Vorgehen). Die Projektbeteiligten können dann schneller reagieren und neue Lösungsansätze finden. Zudem können einzelne Teile des Projekts parallel abgewickelt werden (inkrementelles Vorgehen), was zusätzlich Tempo in den Prozess bringt.

Scrum bringt Tempo

Beim Projektmanagement mit Scrum gibt es eine feste Rollenverteilung und bestimmte Regeln für die Zusammenarbeit. Der Product Owner behält das Endprodukt im Auge und verteilt Aufgaben an das Projektteam, das für die eigentliche Umsetzung zuständig ist. Der Scrum Master ist für den Erfolg des Projekts zuständig, indem er den Prozess überwacht und bei Störungen eingreift. Die einzelnen Projektphasen (Sprints) dauern zwischen einer und vier Wochen. Das Team trifft sich täglich zu einem „daily scrum“, um die Ergebnisse zu beurteilen und das weitere Vorgehen festzulegen. Am Ende eines Sprints finden ein „Review“ und eine „Retrospektive“ statt. Beim Review analysieren die Team-Mitglieder das Arbeitsergebnis und bei der Retrospektive ihre Arbeitsweise im Team, um auf dieser Basis Verbesserungen für den nächsten Sprint abzuleiten.

 

Ansprechpartner

 

Vincent Bergner

Customer Relationship Manager

v.bergner@bitkom-service.de

T: 030.27576-539

Ein Plan, der nicht geändert werden kann, ist schlecht.

Publilius Syrus, Römischer Autor