Projektmanagement

Klassisch oder agil? Projektmanagement in der Praxis

Ziele setzen, Arbeitsschritte festlegen und diese nach einem Zeitplan abarbeiten – so laufen Projekte in den allermeisten Fällen ab. Doch es gibt Alternativen: Beim agilen Projektmanagement werden Prozessschritte immer wieder wiederholt und Phasen nach und nach geplant. Der Kunde ist ständig in den Prozess eingebunden. Wie genau das funktioniert, erklärt Experte Dr. Thor Möller, Inhaber der con-thor Unternehmensgruppe, im Video.

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Wasserfall oder Spirale

Personal führen, Budget im Blick behalten, Zeitpläne einhalten – ein Projekt zu managen ist fast wie das Leiten eines kleinen Unternehmens. Doch im Unterschied zum laufenden Betrieb einer Organisation hat ein Projekt einen klar definierten Anfang und ein klar definiertes Ende. Um in diesem begrenzten Zeitraum Erfolge zu erzielen, ist vor allem eines wichtig: gute Planung.

Grundsätzlich lassen sich in der Planung und Durchführung von Projekten zwei Ansätze unterscheiden. Das klassische Projektmanagement arbeitet nach dem so genannten Wasserfallmodell. Zu Beginn wird das gesamte Projekt mit all seinen Arbeitsschritten geplant und anschließend eine Phase nach der anderen abgearbeitet. Ein typisches Beispiel ist der Bau einer Brücke: Hier gibt es klare Vorgaben, Budget- und Zeitpläne lassen wenig Spielraum.

Im agilen Projektmanagement hingegen werden einzelne Prozessschritte wiederholt, Zwischenergebnisse diskutiert und erst wenn eine Phase erfolgreich abgeschlossen ist, die nächste geplant. Dieses spiralförmige Vorgehen lässt sich gerade im IT-Bereich gut anwenden, da hier viel Kreativität gefragt ist und sich die Kundenwünsche im Laufe des Projekts ändern können. Daher kann es sinnvoll sein, das konkrete Ergebnis erst einmal offen zu lassen.

Kombination schafft Vorteile

Während im klassischen Modell Umfang, Kosten und Dauer relativ gut vorhersehbar sind, bietet das agile Modell mehr Flexibilität. Ergebnisse lassen sich besser an die Wünsche der Kunden anpassen, da sie ständig in den Prozess eingebunden sind. Um die Vorteile beider Modelle auszunutzen, können in der Praxis beide Ansätze kombiniert werden. Beim Brückenbau beispielsweise können die Architekten in der kreativen Entwurfsphase nach dem agilen Modell vorgehen. Umgekehrt kann bei einem Softwareprojekt nach dem Wasserfallmodell ein fester Zeitrahmen vorgegeben werden, innerhalb dessen jedoch agil gearbeitet wird.

Erfolgreich mit interdisziplinären Projektteams

Ideal sei bei einem Projekt ein interdisziplinäres Team, sagt Projektmanagement-Experte Dr. Thor Möller: „Wenn man die verschiedenen Wissensgebiete gut kombiniert und jeder seine Stärken einbringt, entsteht der kreative Funke, den wir häufig in Projekten benötigen.“ Neben Fachwissen sei auch Beharrungsvermögen und Disziplin wichtig, um Krisen und Rückschläge zu überstehen. „Am Ende eines Projekts haben die Beteiligten in der Regel ein gemeinsames Erfolgserlebnis“, sagt Möller. Das mache den Reiz der Projektarbeit aus.  

Die Bitkom Akademie bietet rund um das Thema Projektmanagement sowohl kostenlose Live Online-Seminare als auch Präsenzseminare an.

Ansprechpartner

 

Vincent Bergner

Customer Relationship Manager

v.bergner@bitkom-service.de

T: 030.27576-539

Mark Twain, US-amerikanischer Schriftsteller

73%

der Befragten der Studie „Status Quo Agile“ der GPM sehen Ergebnisverbesserungen durch die Anwendung agiler Methoden