Digitale Transformation

Smart School – digitales Lernen

Eine digitale Welt braucht digitale Bildung in digitalen Schulen. Interaktive Lernapps halten Einzug in die Schule, Virtual Reality (VR) macht Lerninhalte erlebbar – Unterricht wird individueller, zunehmend vernetzt und projektorientiert. Investitionen in Infrastruktur, Inhalte und pädagogische Konzepte sowie in die Qualifizierung von Lehrkräften sind die wichtigsten Handlungsfelder auf dem Weg zur Smart School.

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Bundes-Initiativen

Der 10. Nationale IT-Gipfel in 2016 widmete sich dem Thema "Digitalisierung und Bildung". Er markiert den Startschuss für die ersten beiden Smart Schools in Deutschland, eine Gemeinschaftsschule und ein Gymnasium in Saarbrücken, die in den nächsten fünf Jahre zu "Digitalen Schulen" entwickelt werden sollen.

Parallel dazu will das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit dem DigitalPakt#D alle Schulen in Deutschland mit digitaler Infrastruktur versorgen. Im Gegenzug sollen die Länder pädagogische Konzepte entwickeln, die Aus- und Weiterbildung der Lehrer sicherstellen und gemeinsame technische Standards vereinbaren.

Elemente der Smart School

Experimentelles digitales Lernen

Aufmerksamkeit erregt in der aktuellen Bildungsdiskussion der Computer Calliope mini, der ab 2017 an saarländischen Grundschulen in einem Pilotprojekt zum Einsatz kommt. Er soll Kindern die neue Kulturtechnik „Programmieren“ nahebringen, um es ihnen zu ermöglichen, sich in der digitalen Welt souverän zu bewegen.

Dieses Anliegen liegt auch der Einrichtung von „Makerspaces“ zugrunde – Experimentier- und Werkstatträumen, in denen Kinder unter Einsatz digitaler Technologie im wahrsten Sinne des Wortes „ihr eigenes Ding“ machen dürfen. So werden sie fit für eine digitale Ökonomie, die in den nächsten Jahren viele Berufsfelder umkrempeln und völlig neue Anforderungen an Qualifikationen stellen wird. Fest steht dabei vor allem eines: die Fähigkeit kollaborativ und projektbezogen komplexe Probleme zu lösen gewinnt an Bedeutung.

Berufliche Ausbildung im digitalen Zeitalter

Eine Studie der BertelsmannStiftung zur beruflichen Ausbildung im digitalen Zeitalter zieht für die aktuelle Situation eine nüchterne Bilanz: Innovation scheitere oft an mangelnden Kompetenzen und Ressourcen, Teilhabechancen für benachteiligte Gruppen blieben noch ungenutzt. Digitale Bildung stehe im dualen Ausbildungssystem in Deutschland noch am Anfang.

Digitale Schulen in Europa

Der Blick auf unsere europäischen Nachbarn lohnt: die polnische Initiative „Coding Masters“ hat seit 2013 Zehntausende von Kindern und Lehrern mit dem Programmieren vertraut gemacht und frischen Wind in die Modernisierung des Curriculums aller Schularten gebracht. Großbritannien hat 2014 einen umfassenden neuen Lehrplan für Informatik entwickelt und alle Siebtklässler mit dem vielfältig einsetzbaren Mini-Computer Micro:bit ausgestattet. Estland will bis 2020 alle Arbeitshefte und Lehrbücher digitalisieren.

Ansprechpartner

 

Vincent Bergner

Customer Relationship Manager

v.bergner@bitkom-service.de

T: 030.27576-539

Ziel der Smart School ist es, den Ausbau der Schule zu einer umfassend digitalisierten Einrichtung modellhaft zu zeigen. In der Schule soll Bildung für die und in der digitalen Welt stattfinden.

Annegret Kramp-Karrenbauer, Ministerpräsidentin des Saarlandes

74% der Lehrer

sind der Ansicht, dass nicht ausreichend digitale Lernmaterialien zur Verfügung stehen.

Das Ergebnis der Studie "Digitale Schule – vernetztes Lernen" zeigt: viele Lehrer stehen digitalem Lernen sehr aufgeschlossen gegenüber, vermissen jedoch in ihren Schulen ausreichende Medien, Hardware, Infrastruktur und IT-Support.