Digitale Transformation

Usability: Produkte und Anwendungen nutzerfreundlich gestalten

Ihre Produkte so nutzerfreundlich wie möglich machen – dieses Ziel verfolgen wohl alle Unternehmen. Doch wie funktioniert das möglichst effizient? Wie lassen sich Tests mit Nutzern am besten umsetzen und woran können sich Unternehmen bei der Verbesserung ihrer User Experience orientieren? Martin Beschnitt, Geschäftsführender Gesellschafter der eresult GmbH, gibt im Video Tipps für den Weg zur optimalen Usability.

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Von guter Usability profitieren Kunden und Unternehmen

Eigentlich ist es ganz einfach: Ist ein Produkt, ein Service oder eine Software-Anwendung einfach zu bedienen bzw. zu nutzen, sind die Kunden zufrieden und gebrauchen es häufiger. Doch um eine optimale User Experience zu erreichen, muss der Anbieter erst einmal wissen, was die Kunden überhaupt wollen, welche Anforderungen sie an ein Produkt haben und welche Schwierigkeiten in der praktischen Nutzung lauern. Um das herauszufinden, sind Kundenbefragungen und Nutzertests notwendig.  

Qualität oder Quantität

Der wichtigste Aspekt bei der Verbesserung der User Experience ist es, die Anforderungen und Wünsche der Kunden zu verstehen. Grob wird hier zwischen qualitativen und quantitativen Methoden von Kundenbefragungen unterschieden. Qualitativ bedeutet, es werden einige wenige, dafür aber tiefgehende Interviews geführt. Quantitative Untersuchungen hingegen gehen mehr in die Breite. Es werden viele Menschen befragt.

Für das Vorgehen bei Nutzertests gibt es verschiedene Möglichkeiten. Der klassische Weg ist, Probanden zu rekrutieren und ihnen in einem Usability-Labor Testaufgaben vorzugeben. Das ist allerdings aufwändig und teuer. Eine Alternative ist, Video-Konferenzsysteme wie Skype oder Webex zu nutzen. So lassen sich ortsunabhängig Interviews mit Probanden führen.

Zielgruppen ein Gesicht geben

Um optimal auf verschiedene Nutzergruppen eingehen zu können, hat sich die Persona-Methode bewährt. Um die einzelnen Zielgruppen greifbar zu machen, werden einer fiktiven Person bestimmte Eigenschaften oder Einstellungen zugeschrieben sowie ein Gesicht und ein Name gegeben. Dies erleichtert auch die Kommunikation innerhalb des Entwicklungsteams. Ergänzend lässt sich für jede Persona eine Customer Journey Map entwickeln. Sie zeigt Kontaktpunkte sowie Klick- und Entscheidungswege auf, die fernab von der eigentlichen Anwendung bei einer Kaufentscheidung relevant sind.

Orientierung für eine gute Usability geben die Heuristiken nach Jakob Nielsen und die Norm ISO 9241, die unter anderem Hinweise zum Thema Dialogführung gibt. Auch ein Blick in Hersteller-Guidelines kann sich lohnen. So geben Tech-Unternehmen wie Apple, Google oder Amazon Hinweise, wie Anwender ihrer Technologien eine gute User Experience erreichen können, zum Beispiel beim Einsatz ihrer Sprachsteuerung.

Ansprechpartner

 

Vincent Bergner

Customer Relationship Manager

v.bergner@bitkom-service.de

T: 030.27576-539

Jeder in die User Experience investierte Dollar rentiert sich zehn- bis hundertfach.

IBM

5 Probanden

identifizieren 85 aller Usability-Probleme

Jakob Nielsen